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Die perfekte Show!


Die perfekte Show
Sei gekonnt, trainiert und verinnerlicht


Sei, der du bist - aber kreise nicht ständig um dein Ego. Mach dir nichts vor. Akzeptiere, dass du kein Held bist, und nimm dich nicht so wichtig. Arbeite an deinen Schwächen. Aber verbeiße dich nicht in sie. Lass sie los. Nimm dich an mit deinen Ungereimtheiten, deinen Gegensätzen. Denn nur, wenn du es mit dir selber aushältst, kommst du weiter.
Anselm Grün

Immer schon fasziniert am Thema der "Maske", nutzte ich meine Diplomarbeit in meiner Ausbildung zur Dipl. Mentaltainerin, um dem Thema der "perfekten Show" auf den Grund zu gehen bzw. es verstehen zu lernen.

Warum ist es in unserer Gesellschaft eigentlich völlig normal, sich ständig zu verstellen? Muss man sich wirklich immer situationsflexibel anpassen und perfekt in jeder Lebenslage erscheinen? Warum zeigen wir kaum unser wahres ICH? Fühlen wir uns ohne Maske nicht gut genug oder sogar minderwertig? Was passiert eigentlich mit unserem wahren ICH, mit unseren Wertvorstellungen und Idealen, wenn wir ständig eine Maske tragen?
Und vor allem: wie passiert dieser fließende Übergang zwischen dem gewinnbringenden Einsatz dieser "Waffe" (gekonnte perfekte Show) und dem plötzlichen Festkleben der Maske (verinnerlichte perfekte Show)?

Mein Einleitungssatz hat eine ganz klare Bedeutung. Wenn die perfekte Show nämlich gekonnt wird so wird dies in konkreten Situationen von Vorteil sein. Nehmen wir ein klassisches Beispiel - ein Vorstellungsgespräch. Kaum einer wird hier nicht die Waffe der perfekten Show nutzen. Und das zu Recht. Man will sich von seiner besten Seite zeigen, und dies kann in diesem Zusammenhang durchaus gewinnbringend und zielführend sein. Wichtig ist nur, dass die Maske danach ganz bewusst wieder abgelegt wird. Man muss sehr respektvoll mit ihr umgehen, da sie uns ja ein treuer Helfer ist. Sie steht uns zur Seite, und kann jederzeit aufgesetzt werden, was es so schwierig macht, dieser Versuchung zu widerstehen. Wird sie immer öfter eingesetzt oder gar nicht erst abgesetzt, weil sie vielleicht in allen Lebenslagen Gewinn bringt, wird sie immer weiter trainiert, was schließlich zur Verinnerlichung führt - sie könnte initialisiert werden, und dies kann schließlich zur festklebenden Maske führen, die nicht mehr abgelegt werden kann.

Jeder Mensch hat in seinem persönlichen Werkzeugkoffer - ob bewusst oder unbewusst - ein Repertoire an Masken, welche ab und zu zum Einsatz kommen. Aber wie bei allem kommt es auch hier auf die richtige Dosierung an. Wenn man sie gezielt einsetzt, die Maske nach Beendigung der Aufgabe wieder ablegt, und gut damit umgehen kann, hilft sie uns. Problematisch wird dieses "Verhalten" erst dann, wenn man sie als permanentes Schutzschild ansieht.

Es gibt Menschen im Leben, die spielen dir die perfekte Show vor. Niemand kann sie durchschauen. Sie reden so perfekt, dass sie ihre Lügen als Realitäten darstellen und selbst daran glauben, was sie erzählen. Diese Menschen merken nicht, was sie anderen Menschen damit antun, in welches Licht sie die anderen stellen, nur um ihr eigenes Ansehen nicht zu beschmutzen.
unbekannt

Jemanden die perfekte Show vorzuspielen, wird gesellschaftlich recht einseitig betrachtet. Das "falsche Vorspielen von Tatsachen" ist höchst negativ besetzt, und genießt wenig Toleranz. Wird der "Maskenträger" entlarvt, wird der "unehrliche Mensch" schnell als oberflächlich und ignorant bezeichnet, was meiner Meinung nach nur zum Teil der Wahrheit entspricht.

Kann es nicht auch sein, dass der Maskenträger Gründe dafür hat, warum er zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einer konkreten Situation zur perfekten Show greift? Könnte dieses Verhalten nicht auch etwas mit Unsicherheiten und Ängsten oder prägenden Erfahrungen zu tun haben? Wird dieses Verhalten manchmal sogar von unserem Gegenüber eingefordert bzw. verlangt es die Gesellschaft nicht von uns, damit wir uns als vollwertiges Mitglied ansehen? Kann es nicht sein, dass es für den Tatsachenverfälscher richtig anstrengend ist, ständig diese Scheinwelt aufrechtzuerhalten?

Die selbstsichere Frau ohne Selbstwert?


eine sehr ironische Betrachtungsweise...


Gehe liebevoll und fürsorglich mit dir, und respektvoll mit deiner Zeit um.



Wie Sie in meinem Beitrag - "die perfekte Show" - nachlesen können, tragen wir alle manchmal Masken. Mir persönlich fällt ein Phänomen besonders bei Frauen auf, und zwar, wie sie sich aufopfernd darum bemühen, ihre Unsicherheiten zu verbergen. Es geht oft vor allem darum, möglichst perfekt auszusehen und alle Lebensbereiche scheinbar "leicht wie eine Feder" zu meistern.

Leider ist bei jenen Frauen, bei denen scheinbar "alles läuft", meist die größte Unsicherheit zu spüren bzw. fühlen jene Frauen oft eine innere Leere - MEHR SCHEIN ALS SEIN!
Negative Denkmuster - ob in der Kindheit erworben oder erst später angeeignet - verstärken die Selbstunsicherheit. "Das kann ich nicht" "Das werde ich nie schaffen"….
Wenn wir uns vor den Spiegel stellen, sehen wir nur zu gern die schiefe Nase, die zu dicken Oberschenkel oder die dünnen Haare.
Wie schön wäre es, wenn man sich stattdessen auf die Dinge konzentriert, die einem sehr gut an sich gefallen. Und was würde wohl passieren, wenn man diese dann noch richtig in Szene setzen würde...

Das STREBEN NACH UNERREICHBARER PERFEKTION ist bei vielen Frauen zu beobachten. Das rührt oft auch daher, dass sich Frauen nur zu gern mit anderen vergleichen. Das kann durchaus positiv sein, zum Problem wird es erst dann, wenn dieser Vergleich immer negativ ausfällt (was leider oft der Fall ist) und wenn dieses Streben nach Perfektion kein Ende nimmt. Wenn sie immer noch schöner werden will, wenn nur das Beste gut genug ist. Wenn sie immer klüger, besser als andere und in jeder Lebenslage überlegen sein will. Aus Sauberkeit soll dann Reinheit werden, alles muss perfekt glänzen.

Ich beobachte auch Frauen, die sich durch den Kauf von sehr teuren und hochwertigen Konsumgütern BESSER und LEBENDIGER fühlen. Es scheint so, als würde sie sich durch den Besitz dieses Designerstücks erst VOLLWERTIG und zugehörig fühlen. Das Designerteil soll die Frau dort abholen, wo sie das vernachlässigte Selbst-Bild vor dem Spiegel zurückgelassen hat. Allerdings hält dieses positive Gefühl nicht lange an. Modelmaße und Designerklamotten können unser Selbstwertgefühl zwar nach außen hin aufpeppen, aber die innere Leere wird deshalb nicht verschwinden.
Ich gebe zu, das war nun ein wenig überspitzt dargestellt, und das soll nicht heißen, dass jeder, der sich mal ein tolles Stück gönnt, innerlich verwahrlost ist - NEIN! Die Dosis ist auch hier wieder ausschlaggebend. Einfach mal darüber nachzudenken, was passieren würde, wenn sich alle Frauen akzeptieren und lieben würden - Ja, das wäre ein Disaster! Was würden dann nur Pharmaindustrie (Abnehmpillen), Lebensmittelindustrie (light) und Kosmetikindustrie (Cremen) machen?...
…und wir wären wieder bei unserer Gesellschaft angelangt, die uns vorgibt, uns wie Marionetten zu verhalten. Ein Ausbruch ist möglich!
Nehmen Sie allen Mut zusammen, und schmeißen Sie die "unerreichbare Idealvorstellung einer Perfektion" über Bord - und beginnen statt dessen, ihre selbstdefinierten Unschönheiten zu lieben, denn oft sind es genau diese Dinge, die Sie ausmachen und die Sie so liebenswert machen. Sie müssen Sie nur entdecken!

Vergleichen Sie sich nicht ständig mit anderen - es bringt nichts! Holen Sie sich stattdessen öfter mal ein Feedback von ihrem Umfeld ein. Dies verringert die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Glauben Sie mir - es lohnt sich!

Machen Sie es nicht ständig ALLEN ANDEREN Recht! Werden Sie selbst der Gestalter Ihres Lebens, nehmen Sie um sich herum die schönen Dinge des Lebens wahr, und versuchen Sie diese schönen Momente zu genießen.