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Eine Reise nach INNEN

Antreiber: Streng dich an!

„Du bist einfach nicht gut genug!“
„Streng dich doch endlich mal mehr an!“
Die anderen können es doch auch...


„Müh dich bis zum Letzten ab“ ist die Devise dieses Antreibers. Personen, bei denen dieser äußerst „freche“ Antreiber dominiert, machen aus jedem Auftrag ein Jahrhundertwerk. Der Kampf wird wichtiger als das eigentliche Ziel. Es geht nur darum, die schwierigsten Aufgaben zu bewältigen, um dann belohnt zu werden. Niederlagen sollen vermieden werden, wobei dies so schwierig ist, wenn aus jeder kleinen Tätigkeit etwas „Besonders Schwieriges“ gemacht wird...

„Lass nur nicht locker“ flüstert er uns ein, der überdosierte Antreiber! Er redet es uns bei jeder Kleinigkeit ein... Können Sie sich vorstellen, was dies für ein Energieräuber ist?

Die Hauptaussage ist also, dass Sie alles immer unbedingt ALLEINE schaffen müssen. Alles muss durchgezogen werden.
Jemand, der diesen Antreiber in überdurchschnittlicher Ausprägung in sich trägt - für den ist es das Schlimmste, wenn er jemanden um Hilfe bitten muss, denn dies würde Abhängigkeit schaffen, was doch um jeden Preis vermieden wird.
Gefühle? Was soll das? Diese werden jederzeit konsequent unter Kontrolle gehalten - ist es doch das Schlimmste, wenn man sich „Blöße“ gibt.

„Beiß die Zähne zusammen“ sagt er uns ständig und überall...

Interessant ist vor allem, dass auch dieser Antreiber es wieder nur gut mit uns meint. Aus irgendeinen Grund will er uns davor bewahren, dass wir uns „gehen lassen“. Er will uns sagen, dass nur harte Arbeit belohnt wird... Wie Sie bereits wissen, entstehen die Antreiber aufgrund innerer elterlicher Forderungen an uns - bei diesem Antreiber scheint es besonders interessant zu sein „DAHINTER“ zu blicken.

Wie bereits erwähnt, ist er ein besonders effektiver Energiefresser, da wir einerseits immer alles bestens zu 1000% erledigen wollen, uns also enorm in jede Kleinigkeit reinsteigern, andererseits müssen wir ständig unsere Gefühle unter Kontrolle halten...
- Lassen Sie los!!! Fragen Sie sich, ob es wirklich noch Sinn macht, dass dieser Antreiber Ihr Leben bestimmt...

Antreiber: Mach es allen Recht!

Dieser Antreiber hat es in sich!!! Vor allem dann, wenn man nicht weiß, dass es „nur“ ein Antreiber ist. Für sehr viele meiner Teilnehmer ist dieser Antreiber der dominanteste...

Vorweg will ich betonen, dass das Konzept der Antreiber in den letzten Einträgen ausführlich erklärt wurde, weshalb ich in diesem Beitrag darauf verzichte.

„Mach es allen Recht“ - dieser Antreiber ist dafür mitverantwortlich, dass alle anderen immer wichtiger sind als wir selbst. Oft kommt es noch dicker: der Antreiber will uns einreden, dass es in unserer Verantwortung liegt, dass es den anderen gut geht bzw. dass sich diese wohlfühlen. Er verbietet uns sogar, dass wir auf unsere eigenen Wünsche eingehen...
„Nein“ zu sagen scheint unmöglich. Es ist für jeden, der diesen Antreiber in erhöhter Form in sich trägt, das Wichtigste, anerkannt und geschätzt zu werden, eben beliebt zu sein (was allerdings gar nicht so einfach ist).

Was steckt dahinter?
Viele meiner Teilnehmer sind regelrecht entsetzt, wenn sie erkennen, dass dies ihr dominanter Antreiber ist. Sie verstehen oft im ersten Augenblick nicht genau, warum dies so ist. Die nächste Frage, die immer auftaucht, ist jene nach dem WARUM.

Durch einige Fragen kann die Herkunft der Antreiber ermittelt werden:

  • Könnte es sein, dass dies ein klassisches Kindheitsmuster von Ihnen war, um die nötige Anerkennung und Liebe der Eltern zu erhalten?
  • Trifft dieser Antreiber wirklich heute auch noch zu? Ist es angemessen, sich heute als Erwachsener auch noch so zu verhalten?

Meist wird durch diese einfachen Fragen schnell erkannt, dass es sich um veraltete Muster handelt, die sehr einschränkend im Alltag wirken.

Kurz und präzise formuliert: Solange dieser Antreiber die Zügel Ihres Lebens in der Hand hält, wird es sehr schwierig werden, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Zufriedenheit, Glück, Anerkennung usw. werden nur durch die anderen (durch außen) bestimmt, weshalb wir ständig von den anderen abhängig sind, dass diese uns mögen, respektieren...
Schwierig ist dies, da wir unsere Fülle, unser Glück tatsächlich nur in uns selbst finden werden.

Dieser Antreiber (in der richtigen Dosierung) hilft uns dabei, gute Beziehungen zu führen. Beziehungen sind ein sehr wichtiger Teil für uns Menschen, trotzdem sollten wir uns nicht nur über diese definieren.

Also - nehmen Sie die Zügel in die Hand! Seien Sie nicht immer liebenswürdig! Handeln Sie auch mal nach Ihren Bedürfnissen und vor allem: Lernen Sie „Nein“ zu sagen - Sie werden erstaunt sein, wie sich das Blatt wendet, wenn Sie plötzlich nicht mehr von der Anerkennung der anderen abhängig sind !!!!!

Antreiber: Beeil dich!

...und weiter geht es auf der Reise ins Innere...
Nochmal eine andere Erklärung, um das Modell der ANTREIBER verständlicher zu machen:
Stellen Sie sich einen überdurchschnittlich ausgeprägten Antreiber so vor, als würde er wie Ihr Schatten immer bei Ihnen sein, aber er hält ein riesengroßes Mikrofon in der Hand, um Sie ständig, wenn sie nicht seinen Erwartungen entsprechen, anzubrüllen. Klar, er meint es natürlich nur gut mit Ihnen - schließlich war diese Art und Weise früher in Ihrem Leben der einzige Weg, den Sie wählen konnten... Heute, Jetzt in diesem Augenblick könnte dies anders sein! Der Antreiber soll keineswegs aus Ihrem Leben verschwinden - NEIN - er soll nur in Balance gebracht werden, damit er endlich NUTZEN bringt...

Dominiert bei Ihnen vielleicht der Antreiber: „Beeil dich“ ?
Wie bereits bei der Erklärung der Antreiber festgestellt wurde, kommt es hier IMMER auf die Dosis an. Der Antreiber der „Hektischen“ hat natürlich - sofern er in ausgewogener Balance existiert - seine Vorteile:
Er hilft uns dabei entscheidungsfreudiger zu sein und effizienter zu arbeiten. Dieser Antreiber dient schließlich dazu, schnell die Bedürfnisse zu befriedigen und es geht vor allem darum, Entbehrungen zu vermeiden (das kostbarste Gut zu verschwenden: unsere ZEIT)...

Das Witzige daran ist, dass genau das passiert, wenn dieser Antreiber die Zügel unseres Lebens in der Hand hält - dann laufen wir nämlich so vielen Dingen gleichzeitig nach, starten so viele Projekte parallel, dass wir nicht mal mehr Zeit dafür haben, uns zu freuen. Es schleichen sich Fehler und Zweifel ein, die einen dazu zwingen, aufzuhören, was oft mit einem Versagensgefühl einhergeht. Klar - der Antreiber befiehlt uns ja schließlich, SCHNELL alles richtig zu erledigen. Danach hätten wir ja anscheinend Zeit für die schönen Dinge im Leben...:-)

Schnelles Sprechen & schnelles Antworten vermittelt unseren Mitmenschen sehr oft ein gewisses Desinteresse.
Einfach alles muss schnell gehen - ob es das Essen ist oder das Telefonat - ALLES... das lässt unschwer vermuten, dass die Hektik hier dominiert - somit ist kein Leben & Genießen im Hier und Jetzt möglich.

Sehr interessant finde ich eine These hierzu, was hinter diesem Antreiber stecken könnte: Man kann/will/soll andere nicht an sich heranlassen/ihnen nahekommen... Es scheint, viel SCHEIN im Spiel zu sein... doch das ist uns leider nicht bewusst!

Sie erinnern sich noch? Antreiber sind verinnerlichte, elterliche Forderungen, die in der Kindheit entstanden sind, um uns gut durchs Leben zu bringen... Weiter trainiert und ausgebaut, dominieren sie schließlich unser Leben...
Wurde dieses Muster (Beeil dich - Antreiber) eventuell „angefertigt“, um enttäuschende Umstände zu überdecken? Wie auch immer, ich kann immer wieder nur betonen, wie enorm wichtig es ist, sich seiner persönlichen Antreiber bewusst zu werden, um sie anschließend zu akzeptieren und in Balance zu bringen, damit sie nicht mehr die Zügel Ihres Lebens in der Hand halten - die sollten nämlich nur Sie selbst in der Hand halten! Sie sollten frei von Forderungen sein, die längst veraltet sind und somit nicht mehr auf Sie zutreffen...

Machen Sie sich Ihre Antreiber bewusst - es lohnt sich allemal!!!!!

Antreiber: Sei perfekt!!

Die Reise kann also weiter gehen... aber zuerst möchte ich euch noch ein wenig mehr über die inneren Antreiber erzählen:


Wer hält nun die Zügel Ihres Lebens in der Hand? Sind Sie es wirklich selbst oder ist es der Perfektionismus, die Hektik, die Kämpferin in Ihnen oder die Angepasstheit in unserer Gesellschaft?

Beginnen wir mal mit den Perfektionisten, den MAKELLOSEN:
Ständig sagt ihnen eine innere Stimme „sei perfekt“ - ganz unbewusst kommt dieser Gedanke oder diese Stimme immer wieder zum Vorschein, wenn wir uns im Nachhinein wieder mal fragen: Warum hab ich mich jetzt wieder so verhalten?
Um Anerkennung zu erfahren, denken die Makellosen, sie müssen ständig perfekt sein. Fehler sind wohl das Schlimmste für sie - selbst welche zu machen, aber auch Fehler zu akzeptieren - Sie richten sehr stark über sich selbst! Sie machen die Dinge, die sie sich vorgenommen haben, entweder im TOTALEN Sinne, oder sie machen gar nichts - ganz treu dem Motto: ganz oder gar nicht! Das berühmte SCHWARZ - WEISS Denken ist beim Makellosen zu Hause! Wenn sie Hilfe brauchen, holen sie sich wohl kaum Hilfe, denn das kommt einen „Fehler-eingeständnis“ doch sehr nahe.
Dieser Antreiber - aber nur in der richtigen Dosis - hilft uns bei Aktivitäten, die sorgfältiges Nachdenken und gründliche Kenntnisse um Details erfordern. Wenn er allerdings unsere Zügel in der Hand hält, dann ist es sehr schwer, mit ihm zu leben: Er fordert ständig die Erreichung einer uns selbst konstruierten Perfektion, welche als Mensch nicht realistisch zu erreichen ist! Viele Dinge werden erst gar nicht gemacht, aus Angst, Fehler zu machen...

STOP!!!!!!!
Wenn dieser Antreiber also die Zügel in der Hand hält, sollte man sich unbedingt Erlaubnisse gegenüberstellen. Davor sollte man sich mithilfe seines „inneren Kindes“ über gewisse Situationen der Vergangenheit bewusst werden. Wie Sie auf meiner Homepage nachlesen können, bin ich dafür, dass man sich KONSTRUKTIV mit seiner Vergangenheit beschäftigt, aber nur zu dem einen Zweck der Bewusstwerdung (So war es - das ist ok so -aber heute bin ich erwachsen - muss ich diese Forderungen wirklich immer noch befolgen?) Man sollte nicht in ihr bohren oder wühlen, um Schuldige zu finden - Bedenken Sie wie immer: der, der die Schuld hat, der hat die Macht über sie.
Viele meiner Teilnehmer erkennen dann immer wieder sehr belustigt: „Ach ja, ich bin erwachsen - ich kann machen was ich will“ Es sind nunmal innerliche, unbewusste Forderungen, die wir mit uns herum tragen. Es ist uns also gar nicht bewusst, dass wir eine andere Wahl haben - die Opferrolle ist oft einfach zu verlockend!

Warum wollen wir eigentlich immer perfekt sein?
Das ist natürlich ein sehr interessanter Teil in dieser Arbeit! Das kann sehr viele verschiedene Gründe haben - es hat meist sehr viel mit der Rolle als Kind zu tun, die Geschwister, Eltern und auch andere Bezugspersonen tragen dazu bei. Kinder haben die Gabe der marsischen Denkweise - sie wissen genau, was sie tun müssen, um ihren Bezugspersonen zu gefallen! Und das machen sie dann auch... und wieder... und wieder....

Hier setzt dann das Mentaltraining ein, denn Eines ist klar: wir haben Jahre damit verbracht, uns dieses Muster des Perfektionisten aufzubauen - unser Gehirn reagiert auf bestimmte Auslöser ganz automatisiert mit einer Reaktion - es wurde ja auch darauf hin trainiert und programmiert!
Aber uns Gehirn ist flexibel genug, wieder umzulernen! Ein guter Anfang ist es, dem „Makellosen“ Antreiber den Erlaubet : „DU BIST GUT, SO WIE DU BIST“ gegenüberzustellen. „DU DARFST FEHLER MACHEN“

Ein sehr spannender Prozess...

Das nächste mal geht es mit den „Hektischen“ weiter, die sich ständig nur beeilen...

Eine Reise ins Innere - Teil1

Eine Reise ins Innere - Teil 1
innere Antreiber


„Wer nach außen schaut - träumt,
wer nach innen blickt - erwacht!“
(C.G. Jung)

Warum verhalten Sie sich in manchen Situationen immer gleich, und denken sich im Nachhinein: „Warum hab ich jetzt nur wieder so reagiert?“ Warum fühlen Sie sich in bestimmten Situationen nicht vollwertig, liebevoll oder geschätzt?
Viele meiner Teilnehmer beschreiben es so, dass es ihnen manchmal so vorkommt, als wären sie programmiert worden, weil sie es in vielen Situationen einfach nicht schaffen, ANDERS, eben für sie „angemessener“ (was auch immer das heißen mag) zu agieren... Dass man „NEIN“ sagen kann und auch darf, das haben Sie bereits geklärt, auch das Zeitmanagement haben Sie für sich optimiert, und doch scheint es so, als würde Sie immer wieder das alte Muster einholen, und dann müssen Sie erkennen: Es hat sich mal wieder nichts verändert...

Ob es sich um Ängste, Panikattacken, Flugangst oder der Angst vor Spinnen handelt, ob es einfach darum geht, dass man sich über gewisse Dinge nicht mehr aufregen will oder dass man endlich nicht mehr vorm Chef in die Knie geht ect... - dies alles hat denselben Ursprung:

Sie entstehen aufgrund unverarbeiteter Erlebnisse gekoppelt mit wiederkehrenden Auslösern.

Unser Gehirn wird also wirklich darauf programmiert, in gewissen Situationen oder auf bestimmte Reize genau so zu reagieren. Es gaukelt uns vor, dass wir keine andere Wahl haben.
DAS STIMMT ABER NICHT!!!!!!

Nun, im 1. Teil meiner Reise ins Innere möchte ich das Persönlichkeitsmodell der INNEREN ANTREIBER ein wenig vorstellen.
Es erscheint sehr logisch, dass wenn wir unsere Angst oder unsere Verhaltensweise, die wir verändern wollen, überwinden möchten, wir den Auslöser all dessen ausfindig machen müssen.

Ein sehr wichtiger Ansatzpunkt ist es, sich seiner inneren Antreiber bewusst zu werden, damit man ihnen auf Augenhöhe begegnen kann. Sie sind es nämlich, die unser Denken und Fühlen steuern. Ja, sie sind sehr oft für unsere Entscheidungen und Verhaltensweisen verantwortlich. Sie beeinflussen uns ständig, wenn auch unbewusst, in bestimmten Situationen oder im Kontakt mit bestimmten Personen.
Man sollte wissen, dass sie im Kindesalter - unter dem Einfluss der elterlichen Erziehung und anderen wichtigen Bezugspersonen- entstanden sind.

Ihre Antreiber sind keinesfalls immer negativ zu sehen! Einige dieser Botschaften sind sehr hilfreich, und haben Sie in gewissen Situationen stark voran gebracht, sie können Sicherheit geben... Sie können aber auch zu einer starken Belastung werden, einengend wirken und sehr destruktiv wirken. Entscheidend ist auch hier wieder die DOSIS... Wenn ein Antreiber nämlich übertrieben ausgeprägt ist geht er von der unbewussten Annahme aus:

„Ich bin nur dann OK und gut, wenn ich immer mache, was dieser Antreiber von mir will“

Sehr interessant, wenn man z.B. den Antreiber des Perfektionisten in sich trägt. Dieser Antreiber kann enorm zum Erfolg beitragen, vor allem hilft er bei Aufgaben, die sorgfältig und genau gemacht werden müssen. Es kann aber soweit gehen, dass man die nötige Anerkennung nur mehr über Makellosigkeit und Perfekt-in-allen-Lebenslagen erhält. Die Angst davor, Fehler zu machen, dämpft die Motivation enorm ein, und kann schliesslich zum sozialen Rückzug führen...

Dies war nur ein kleiner Auszug - natürlich muss man immer die jeweilige Geschichte zum Individuum berücksichtigen, aber alles in allem ist es sehr sinnvoll, sich seiner inneren Antreiber bewusst zu werden.

Wenn sie nämlich ungehemmt und unreflektiert Ihr Leben beherrschen und beeinflussen, entsteht Stress, und eine große Unzufriedenheit macht sich breit. Es ist der 1. Schritt, herauszufinden, wer in unserem Leben die Zügel in der Hand hat.

Wenn man sich seiner Antreiber bewusst ist, kann man ihnen ihre Erlaubet gegenüberstellen, was es ermöglicht, Schritt für Schritt wieder in die Balance zu kommen. Man soll keinen Antreiber aus seinem Leben verbannen, weil uns jeder auch behilflich ist - es geht nur darum, die richtige Dosis , die richtige Balance herzustellen.

Wenn man sich seiner Antreiber bewusst ist, kann die Reise weitergehen...