Workshop Eltern Daniela Duben

Müssen Kinder ihren Eltern dankbar sein? NEIN!!

Natürlich nicht werden sich viele denken. Aber ist es in unserer Gesellschaft nicht so, dass wir viel von unseren Kindern erwarten, auch wenn wir es nicht aussprechen?

Kinder sollen ihre Eltern eines Tages pflegen bzw. sich um diese kümmern. Wenn sie dies nicht machen, sind sie irgendwie „schlechte Kinder“ - Das wird nicht ausgesprochen, aber das schlechte Gewissen wird es schon richten!

Kinder sollen Freunde für ihre Eltern sein. Wenn sie das nicht wollen, weil sie Eltern wollen und nicht Freunde, sind Eltern oft beleidigt und nehmen es persönlich.

Kinder sollen sich das Leid der Eltern anhören. Wenn sie dies nicht machen, werden sie oft als „hart“ oder „kalt“ abgestempelt. Kinder, auch wenn sie erwachsen sind, glauben dies oft den Eltern und wieder wird es das schlechte Gewissen richten.

Kinder sollen vieles so machen wie ihre Eltern selbst. Sonst nehmen diese es persönlich und sind in ihrem Ego beleidigt.

Da fällt doch auf, dass es wenig um die Kinder selbst geht. Vielmehr geht es sehr oft um die Eltern. Aber hat irgendwer das Kind gefragt? Sollen sich diese nicht zu eigenständigen, selbstbestimmten Personen entwickeln, die sich auch NEIN sagen wagen? Wo aber sollen sie es lernen, nein zu sagen, wenn sie dies nicht mal beirren Eltern tun dürfen/können/wollen, die sie lieben?

Dieser Workshop richtet sich sowohl an Eltern als auch an erwachsene Kinder! Eltern haben ihre eigenen Themen mit, die aufgearbeitet gehören, damit sie die Erwartungshaltung an ihre Kinder ablegen können. Erwachsene Kinder können lernen, sich abzunabeln. Das Ganze hat nichts damit zu tun, einen Schuldigen zu finden - ganz im Gegenteil - es soll dazu beitragen, dass jeder eigenverantwortlich ist und dass ein „harmonischeres“ Miteinander möglich ist.